viele Bilder auf einem zusammengelegt mit Begriffen wie traurig, einsam
Infos zum Thema Borderline & DBT

11 Anzeichen für Borderline

Heute möchte ich über typische Anzeichen schreiben, die für eine Borderline Persönlichkeitsstörung sprechen.

Die Diagnose besteht aus 9 Kriterien, wovon 5 vorhanden sein müssen, damit die Persönlichkeitsstörung gestellt werden kann.

Es gibt aber für Außenstehende Anzeichen, woran sie erkennen können, dass es sich um eine Borderline Störung handelt.

Stimmungsschwankungen: Betroffene berichten, dass sie sich wie in einer Achterbahnfahrt fühlen. Die Stimmung ist instabil und wechselhaft, so kann es sein, dass die Stimmung von Freude von den einen auf den anderen Moment zu Traurigkeit kippt und dann Minuten später könnte es sein, dass sich Wut anbahnt, manchmal wechseln die Stimmungen ohne ersichtlichen Grund und Fachpersonal sagt dazu, “von himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt”.

Impulsivität: Betroffene haben Schwierigkeiten, ihre Impulse und Gefühle zu kontrollieren. Schon bei Kleinigkeiten können sie schnell ausrasten, manche werden laut und schmeißen Sachen durch die Gegend, das muss aber nicht auf alles zutreffen. Manche werden laut und schreien. Ist alles ganz unterschiedlich.

Manche haben auch Probleme mit impulsivem Kaufverhalten, Sex, Substanzmissbrauch, rücksichtslosem Fahren, Fressanfälle oder anderen Dingen.

Selbstverletzungen: Die meisten Borderline Patienten verletzten sich in irgendeiner Art und Weise selbst. Seis durch schneiden mit Rasierklingen an zum Beispiel den Armen oder Beinen, verbrennen, verbrühen, exzessivem Fingernägelkauen, Wunden aufkratzen, Zigaretten auf der Haut ausdrücken, übertriebener Sport, Alkohol- und Drogenkonsum und vielem mehr. Alles muss nicht auf jeden Betroffenen zutreffen und auch nicht jeder Borderline Patient verletzt sich selbst.

Die meisten machen dies, weil sie so eine unerträgliche Anspannung in sich haben, dass sie sich nicht anders zu helfen wissen oder ein Druckgefühl in sich haben. Manche verletzen sich selbst zur Suizidprophylaxe oder um sich selbst zu spüren. Die Liste ist endlos.

Suizidgedanken und Suizidversuche: Viele Betroffene leiden unter Suizidgedanken. Die meisten kennen auch Suizidgedanken und viele versuchen es mindestens 1 mal in ihrem Leben, sich selbst zu töten.

Schwarz-weiß Denken: Die Welt von Borderline Betroffenen besteht aus Helden und Schurken. Mal ganz salopp gesagt. Entweder ist etwas schwarz oder weiß, Grautöne und andere Zwischentöne gibt es nicht. So kann es bei neuen Kontakten oft so sein, dass man jemanden sofort mag und ihn in den Himmel lobt, oder dass man die Person von Anfang an sofort blöd findet. Erst im Laufe der Therapie lernen Patienten, die Welt auch bunt zu sehen.

Paranoia: Manche Betroffene leiden unter stark ausgeprägter Paranoia. Das zeigt sich so, dass die Betroffenen das Gefühl haben, zum Beispiel verfolgt zu werden, dass andere sie anstarren, über sie reden, sie auslachen, dass man das Gefühl hat, man wird überfallen oder anderes. Auch haben manche Betroffene Angst in ihrer Wohnung, es könnte jemand einbrechen. Diese Zustände sind nicht ständig, kommen aber zwischendurch immer mal wieder vor.

Depressionen: Betroffene leiden häufig zusätzlich an Depressionen. Dies äußert sich in gedrückter Stimmung, verminderter Antrieb, häufiges Grübeln und das Gefühl von Hoffnungslosigkeit. Häufig gehen Freude und Lustempfinden, Selbstwertgefühl, Leistungsfähigkeit, Einfühlungsvermögen und das Interesse am Leben verloren. Lebensfreude und Lebensqualität sind dadurch oft beeinträchtigt.

Schlafstörungen- und Albträume: Mal nicht einschlafen oder durchschlafen können kennt vermutlich jeder. Bei Borderline Betroffenen ist dies aber durchaus weiterreichender. Es entwickeln sich richtige Schlafstörungen, die das Einschlafen und das Durchschlafen beeinträchtigen. Viele haben Albträume und wachen nachts schweißgebadet auf oder verspüren große Angst.

Instabile zwischenmenschliche Kontakte: Beziehungen sind instabil.

Schwierigkeiten, allein zu sein: Mit dem allein sein haben viele Probleme und können das nicht gut. Sie haben Angst davor. Angst mit sich selbst und ihren Gedanken alleine zu sein. Sie wissen nichts mit sich anzufangen, verspüren dann eine große Leere und Langeweile.

Angst vor dem verlassen werden: Viele Betroffene haben unwahrscheinlich große Angst, von nahestehenden Personen verlassen zu werden. Aus dem Grund eben auch, weil sie Angst haben, alleine nicht existieren zu können. Viele beenden Freund- oder Partnerschaften lieber selbst, damit sie nicht verlassen werden und im Endeffekt sich ihre Meinungen über sich selbst bestätigen. Ich bin dumm, ich bin hässlich, ich bin ein Versager, ich bin zu nichts zu gebrauchen usw….