Frau mit schwarz geschminkten Auge und einem Blatt mit mit einem Smiley vorm Mund
Mein Alltag

Borderline im Alltag

Heute möchte ich Dir erzählen, wie es mir aktuell geht, wie sich Borderline bei mir im Alltag auswirkt.

Aktuell geht es mir durch mehrere Faktoren nicht so gut. Erstens macht mich die ganze Corona Situation ganz verrückt, zweitens bin ich durch eine Kniegeschichte ausgeknockt. Lateral Release nennt sich das und letzte Woche hätte ich operiert werden sollen und bin dort kollabiert. War alles zu viel. Morgen werde ich gegen Corona geimpft und nächste Woche, am 28.04.21 werde ich dann am Knie operiert. Auch wenn es nur ein kleiner Eingriff ist, habe ich Angst, Angst aber mehr vor der Zeit danach. Ich kann dann nur an Gehhilfen laufen, muss zur Krankengymnastik und ja, dann mal gucken.

Eigentlich besuche ich eine Tagesstätte für Menschen mit psychischer Erkrankung, aber dort kann ich im Moment wegen meinem Knie auch nicht hin, ich bin krank geschrieben. So muss ich schauen, wie ich meinen Tag strukturiert bekomme. Ich leide schon ziemlich an Depressionen und auch an Ängsten, aber ich versuche da so gut es geht mit umzugehen und Skills anzuwenden, wenn es immer weiter bergab geht. Stimmungsschwankungen begleiten mich auch im Alltag, du kennst das sicher auch?

Ich habe eine ganze Reihe von Symptomen und gestern hat mir eine Bekannte gesagt, dass ich auch gesunde Anteile in mir habe, das vergesse ich immer schnell und fokussiere mich oft auf die kranken Anteile, weil sie irgendwie viel mehr im Vordergrund stehen. Das ist nicht gut. Auch habe ich oft Symptomverschiebungen. Mal dies, mal das. Das ist ganz schön anstrengend.

Ich habe ein gutes Helfernetz und meine Partnerin und meine Freunde sowie meine Familie steht hinter mir, da bin ich so froh drum. Ich bekomme häufig mit, dass andere Menschen mit psychischen Erkrankungen wie zum Beispiel auch mit der Borderline Störung oder Depressionen ganz alleine sind. Das finde ich ganz schlimm und ich würde da dran kaputt gehen, wenn ich auch noch einsam wäre.

Ich bin viel in Selbsthilfeforen unterwegs und allein da durch bin ich nicht so alleine. Das ist eine gute Sache und in der Zeit von Corona für viele auch die einzige Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen.

Mit dem bloggen das habe ich noch nicht so drauf, aber ich bin am üben. Ich möchte dich einfach auch etwas an der Gefühlswelt von mir teilhaben lassen.

Danke fürs lesen 🙂

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