Frau sitzt am See auf einem Steg und guckt in die Berge.
Sonstiges zum Thema Borderline

Borderline und Depressionen

Viele von Euch kennen es, diese lästigen Depressionen. Gerade in den Herbst und Wintermonaten sind sie bei vielen Borderline Betroffenen stark ausgeprägt und immer wiederkehrend da. Bei manchen auch unterschwellig ständig vorhanden.

Ich persönlich kenne das auch, Depressionen, Niedergeschlagenheit, Traurigkeit, Scham oder Schuld. Oder auch andere Gefühle sind da. Bei mir legt sich die Depression wie ein nasser 100 kg Sack auf meinen Brustkorb und ich habe das Gefühl, ich werde runtergedrückt, ich fühle mich regelrecht erdrückt, manchmal handlungsunfähig irgendetwas zu tun. Antriebslosigkeit ist mein ständiger Begleiter und ich muss immer dagegen ankämpfen.

Manchmal frage ich mich, warum die Depressionen wieder da sind. Oft sind sie bei mir wirklich unterschwellig da, es gibt nicht so viele Phasen, wo sie über einen längeren Zeitraum ganz weg ist. Das ist ganz schön anstrengend. Viele von euch werden es auch kennen.

Manchen fällt es schwer, aus dem Bett zu kommen, manche kommen gut aus dem Bett, aber legen sich tagsüber oft wieder hin, wenn sie keine Verpflichtungen haben. Alles ist ein Kampf, aufstehen, duschen, anziehen, fertig machen, Haushalt, Arzttermine, Arbeit oder andere tagesstrukturierende Maßnahmen. Es ist so kräftezerrend, dass man es kaum beschreiben kann.

Jede depressive Phase hat ihren Grund, oft gibt es Auslöser wie Streitigkeiten, der Tod eines nahestehenden Menschen, Stress auf der Arbeit, vielleicht andere körperliche und psychische Probleme, Ereignisse die einfach belastend sind. Bei jedem von uns ist das ja unterschiedlich.

Was mir in depressiven Phasen hilft ist folgendes:

  • Entgegengesetzt handeln
  • Entlastungsgespräche mit dem Helfernetz
  • Psychotherapie
  • Antidepressiva
  • ein Sonnenbuch führen
  • schöne Musik von meinen Lieblingskünstlern hören
  • Tagesstruktur und Termine einhalten
  • regelmäßig nach draußen gehen
  • nicht überschlafen und zu viel Zeit im Bett verbringen
  • keine Krisenpusher verwenden, wie zum Beispiel Depri Musik
  • regelmäßige Mahlzeiten und ausreichend trinken
  • Süßigkeiten in Maßen, wie zum Beispiel Schokolade
  • mit Freunden treffen oder telefonieren
  • mich mit dem Handy beschäftigen
  • schöne DVDs schauen
  • mich im Selbsthilfeforum- und Chat austauschen

Das waren so die Dinge, die mir immer helfen.

Und was ich mir auch immer versuche zu sagen, dass es auch wieder vorbei geht. Es ist Fakt. Es ist nicht von Dauer. Darauf kann ich mich verlassen und da bin ich froh.

Das wäre dann auch mein Schlusswort. Vielleicht konnte ich euch etwas mit meinem Artikel helfen oder aufklären. Das wäre toll.

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