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Medikamente


Allgemeines Informationen zur Einnahme von Psychopharmaka

Bei der Einnahme von Psychopharmaka sollte man sich bewusst sein, dass sie keine Wunder bewirken können. Sie können jedoch unterstützen als kleiner Krückstock sozusagen.


Man muss bei der Einnahme anfangs etwas rumprobieren um herauszufinden, welches Medikament am besten wirkt mit wenigen Nebenwirkungen. Jeder Mensch reagiert auf jedes Medikament anders.

Es ist wichtig, von einem Facharzt für Psychiatrie behandelt zu werden, weil der sich besser auskennt als zum Beispiel ein Allgemeinmediziner. Er kann dann genau schauen, welche Symptome vorhanden sind und dementsprechend das passende Medikament auswählen und einsetzen.

Es gibt viele verschiedene Medikamente, die bei psychischen Erkrankungen und Störungen, in unserem Falle bei der Borderline Störung eingesetzt werden können.


DAS Medikament gegen Borderline gibt es nicht, es gibt nur Medikamente, die gegen einzelne Symptome eingesetzt werden, z.B. ein Antidepressiva gegen Depressionen, die häufig als Komorbidität auftritt. Oder Neuroleptika zum sedieren bei Anspannung, Hochstress oder Angst und psychosenahes Erleben.

Im Folgenden gehen wir auf die einzelnen Medikamentengruppen ein und erklären euch, wann sie eingesetzt werden.



AntiDepressiva


Es gibt verschiedene Antidepressivagruppen. Antidepressiva werden eingesetzt, wenn die Borderline Betroffenen Patienten unter verschiedenen Formen der Depression leiden. Sie wirken stimmungsaufhellend, antriebssteigernd oder dämpfend. Auch gibt es Antidepressiva, die bei einer zusätzlichen Angst- oder Zwangs Symptomatik eingesetzt werden und gut wirken.



Neuroleptika


Neuroleptika, auch als Antipsychotika bekannt, wirken psychotischen Symptomen wie Halluzinationen, Wahnvorstellungen und Denkstörungen entgegen. Gleichzeitig haben sie oft eine beruhigende, dämpfende Wirkung. Häufig werden sie Borderline Patienten verschrieben, wenn sie psychosenahes Verhalten, Paranoia oder sehr starke Anspannungs- und Erregungsvorstände aufweisen.



Stimmungsstabilisierer


Stimmungsstabilisierer (Mood Stabilizer, Phasenprophylaktika)  werden in erster Linie als Langzeitmedikation bei bipolaren (manisch-depressiven) Erkrankungen, manischen Erkrankungen, schizoaffektiven Störungen (gemischten Symptomen der Schizophrenie und der manisch-depressiven Erkrankung) und schweren Depressionen eingesetzt. Sie sollen dabei erneuten Krankheitsphasen entgegenwirken. Neben den weiter unten beschriebenen Medikamenten werden zum gleichen Zweck auch atypische Neuroleptika eingesetzt.


Weiterhin können Stimmungsstabilisierer auch bei der Borderline-Persönlichkeitsstörung verordnet werden, um das hohe Erregungsniveau der Patienten zu reduzieren und so extreme Stimmungslagen zu verringern.


Ähnlich wie andere Psychopharmaka wirken auch die Stimmungsstabilisierer an der Synapse zwischen den Nervenzellen. Hierbei haben sie Auswirkungen auf die Natrium-, Kalium- und Calciumkanäle in den Nervenzellen.



Beruhigungsmittel


Beruhigungsmittel sind angstlösend, dämpfend, ermüdend, muskelentspannend und krampflösend. Sie wirken bewusstseins- oder gefühlsdämpfend und können so die notwendige Aktivierung von Stressfaktoren verhindern.


Sie machen höchstgradig abhängig und sind deshalb mit Vorsicht zu genießen. Sie sollten nur im absoluten Notfall eingesetzt werden und auch nicht über einen längeren Zeitraum. Die Suchtgefahr ist einfach zu groß und der Entzug ist schlimmer als ein Heroinentzug.



Schlafmittel


Wenn enorme Schlafstörungen (Ein- oder Durchschlafstörungen) nicht in den Griff zu bekommen sind, wie z.B. mit einer gesunden Schlafhygiene, Entspannungstechniken oder mit pflanzlichen Mitteln wie z.B. Baldrian, gibt es auch die Möglichkeit, kurzfristig ein Schlafmittel einzusetzen. Man sollte sich bewusst sein, dass diese auch schnell abhängig machen. Deswegen ist auch da Vorsicht geboten.



Pflanzliche Präperate


Neben den zahlreichen chemischen Medikamenten gibt es auch einige pflanzliche Präparate wie z.B. Baldrian oder Johanniskraut, die frei verkäuflich in der Apotheke zu erhalten sind. Oft werden sie zu Beginn der Behandlung eingesetzt, da sie milder auf den Körper einwirken.