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Skills



Skills sind Fertigkeiten und Fähigkeiten für Borderline Patienten, mit denen sie dysfunktionales (schädliches) Verhalten vermeiden und ablegen können.


Laut der DBT unterscheidet man zwischen 5 Modulen: Stresstoleranz, Umgang mit Gefühlen, Zwischenmenschliche Fertigkeiten, Selbstwert und Achtsamkeit.


Je nach Anspannungsgrad werden Skills aus den verschiedenen Modulen genutzt.


Es gibt 3 Bereiche, die in einer Skala von 0 bis 100 eingeteilt werden.

Bei 0-30 herrscht eine niedrige Anspannung, es ist alles ok, bei einer Anspannung zwischen 30 und 70 herrscht eine mittlere Anspannung, wo unbedingt angefangen werden sollte zu skillen, damit die Anspannung nicht weiter steigt. Zwischen 70 und 100 herrscht eine hohe Anspannung, bei einer Anspannung von 100 können Borderline Patienten nicht mehr reagieren und klar denken, das ist der Point of no return, wo dann selbstverletztendes oder selbstschädigendes Verhalten einsetzt, um diesen Zustand zu beenden.


Die Achtsamkeit bildet die Grundlage für die Skillsanwendung. Erst wenn man achtsam ist, bekommt man z.B. Frühwarnzeichen mit oder wenn die Anspannung steigt.





Notfallkoffer Definition


Der Notfallkoffer kann ein kleines Täschchen sein, das man immer bei sich hat. Oder auch eine kleiner Karton, den man immer Zuhause sichtbar stehen hat.


In ihm können Skillsgegenstände sein, die man gut gebrauchen kann. Z.B ein Hilfekärtchen, personalisierte Skillsketten und Gegenstände die einem in Hochstress und hoher Anspannung helfen. Immer wieder ist es ratsam alle wichtigen Skills darin auf ihre Aktualität zu überprüfen und ggf. auszutauschen.


Hilfreich wäre es dazu einen Zeitpunkt zu setzen, an dem die Aktualität regelmäßig überprüft wird.


Skillsketten Definition


Eine Skillskette kann auch gut helfen, da man schwarz auf weiß hat, was man als nächstes zu tun hat. Sie wird viel in der Hochanspannung (Hochstress) verwendet, jedoch auch für andere Problembereiche.


Die Kette fängt mit einem Powerskill („Hallo wach Effekt“) an. Sie wird mit 2 Stresstoleranzfertigkeiten weiter geführt und endet mit einem „Emotionsregulationsskill, da es sonst zur sogenannten Sägezahnkurve kommt.


Dies ist der Effekt, wenn nur mit Stresstoleranzskills gearbeitet wird und nicht geschaut wird, welches Gefühl gerade anklopft. Dabei kommt es zu einer kurzfristigen Reduktion der Anspannung, die jedoch schnell wieder ansteigt, wenn man nicht das dahinterliegende Gefühl analysiert und reguliert. Das kann zB. mit einem Gefühlsprotokoll oder dem emotionalen Netz geschehen.


Wichtig dabei ist, dass sie an ruhigeren Tagen vorgeplant und geübt werden, damit sie in wirklichen Stresssituationen abrufbar sind. Die Liste, sowie die Dinge, sollten dann auch in den Situationen griffbereit sein, wie zB. in einem Notfallkoffer.


Eigene Gedanken zu Skills


Skills sollen einem helfen, von daher ist es wichtig, dass man möglichst Dinge anwendet, mit denen man im Vorfeld gute Erfahrungen gemacht hat.

Skillen ist anstrengend, aber Symptome aushalten und sich stundenlang ablenken ohne zu schauen welches Gefühl anklopft jedoch auch. 

Selbstverletzungen und Suchtverhalten kann dadurch vermieden und Suizidalität abgeschwächt werden.


Was auch helfen kann sind Skillsketten nach Anwendung zu unterteilen, dass heißt: was mache ich wenn ich Traurig / Einsam / Wütend / Unterwegs / zu Hause etc. bin, da man nicht überall die gleichen Möglichkeiten hat und verschiedene Skills in unterschiedlichen Situationen besser oder schlechter wirken.